Sehens­würdigkeiten
in der Lieberoser Heide

Kunst und Kultur entdecken

Neben der großen Naturvielfalt, zeichnet sich die Lieberoser Heide vor allem durch ihre wechselhafte Geschichte aus. Könige und Fürsten brachten die Region zum Blühen, aber auch die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte sind hier geschrieben worden. Vor allem für Kunst- und Kulturinteressierte, gibt es hier viele Sehenswürdigkeiten, die es zu besichtigen lohnt!

Schloss Lieberose

Tauchen Sie ein in längst vergangene Zeit, denn das Schloss Lieberose ist eines der größten Barockschlösser im Land Brandenburg. Es besticht noch heute mit seiner ungewöhnlichen Farbenpracht und ist mit dem 34 ha großen Park von prägender städtebaulicher Bedeutung. Der Bau wurde aus einer Wasserburg des 14. Jahrhunderts in der Mitte des 18. Jahrhunderts im Stil des Sächsischen Barock erneuert. Spätestens ab dem 15. Jahrhundert bis zum dem Ende des Zweiten Weltkrieges war es Wohnsitz der Standesherrschaft Lieberose. Nach 1945 wurde das Schloss als Berufsschule mit angeschlossenem Internat, als Kino und im Sommer als Ferienobjekt genutzt. Seit Mitte der 1990er Jahre steht das Schloss nun leer und steht für Besichtigungen zur Verfügung. In einigen Räumen befinden sich noch qualitätvolle Stukkaturen, historische Kamine und Wandpaneele. Unbedingt sehenswert ist auch das Bacchuszimmer im Erdgeschoss des Westflügels.

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Das Ensemble „Schloss Lieberose"

Mitsamt der als Bürgerzentrum genutzten Darre ist das Schloss Lieberose in der Denkmalliste des Landes Brandenburg als Baudenkmal ausgewiesen. Die Darre beherbergt heute ein Museum sowie die Touristeninformation von Lieberose. Neben gelegentlichen öffentlichen Führungen können Besichtigungen des Schlosses mit dem Förderverein vereinbart werden.

Adresse: Schlosshof 3a,  15913 Lieberose

 

Darre-Museum Lieberose

Das Darre-Museum Lieberose beherbergt in den oberen Etagen Ausstellungen über die Stadt- und Schlossgeschichte, aber auch über die Forsthistorie in diesem Gebiet. Außerdem werden die Produktion und der Verkauf von Kiefernsamen thematisiert. Die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges residierende Grafenfamilie von Schulenburg, zu deren Herrschaftsgebiet riesige Waldflächen gehörten, erkannte darin eine weitere Einnahmequelle. Um diese effizienter zu produzieren, wurde die Darre als Trocknungs- und Gewinnungsanlage errichtet. Bei der Sanierung wurde die noch vorhandene Technik restauriert. Besichtigungen können nach Absprache mit dem Förderverein auch außerhalb der Öffnungszeiten erfolgen.

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Museum & Gedenkstätte
„KZ Lieberose“

Das Arbeitslager Lieberose war das zweitgrößte Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Im Museum der Gedenkstätte werden Dokumente, Fotos, Berichte und Sachzeugen zur Geschichte des KZ-Nebenlagers Lieberose gezeigt. Neben der Dauerausstellung gibt es auch wechselnde zum Schicksal einzelner Häftlingsgruppen. Der Besuch außerhalb der Öffnungszeiten ist nach Voranmeldung möglich.

Adresse: Frankfurter Straße 5c, 15868 Lieberose

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Dokumentations­stätte Jamlitz

Die Dokumentationsstätte Jamlitz offenbart die grausame Geschichte des Arbeitslagers Lieberose und dessen Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis 1947 nutzte der sowjetische Geheimdienst das Gelände für sein Speziallager Nr. 6. Ein Drittel der mehr als 10.000 in Jamlitz internierten Häftlinge starben an den katastrophalen Haftbedingungen. Seit 2003 erinnern 2 Freilichtausstellungen an das grauenhafte Schicksal der Häftlinge im Konzentrationsaußenlager und sowjetischen Speziallager.

Adresse: Am Bahnhof 1, 15868 Jamlitz

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